Ursus im Korbsessel ruhend
Int. Champion Ursus von Berlioz - hier 2 und 1/2 Jahre alt.

- Äußerliche Gene der Katzen -

A Agouti: Grundlage für Tabbyzeichnung, ohne dieses Gen kann sich Tabby nicht zeigen
a Nicht-Agouti: hebt das Tabbymuster auf, einfarbig, wirkt nur mit schwarz (B) & braun (b)
B Schwarze Fellfarbe
b braune Fellfarbe (chocolate): mutiertes Schwarz-Gen
bl helles Braun (cinnamon): wie chocolate nur heller
C Einfarbigkeit: volle Pigmentierung 
cs Maskenfaktor: Teilalbino, blaue Augen und die Fellfarbe zeigt sich an den Extremitäten
cb Burma-Gen: auch ein Maskenfaktor
ca Blauäugige Albino: hellblaue Augen und weißes Fell
D Vollfarbigkeit: nicht verdünnte intensive Pigmentierung
d Verdünnung: verdünnte Pigmentierung, verwandelt z.B. schwarz zu blau
Fd Faltohr
fd Normalohr
hr Haarlosigkeit
Hr Normalfell
I Melanin-Inhibitor: Silber, unterdrückt die Pigmentierung in einem Teil des Haares
i Nicht-Silber: volle Pigmentierung
L Kurzhaar
l Langhaar
M Manx: fehlender oder verkürzter Schwanz
m Normalschwanz
O Orange: rote Fellfarbe (geschlechsgebunden)
o Nichtrot
Pb Polydactylie: Mehrzehigkeit
pb Normalzehigkeit
R Normalfell: glatte Haare
r Cornish Rex-Gen: Lockenfell und keine Grannenhaare
re Devon Rex-Gen: Lockenfell und keine Grannenhaare
ro Oregon Rex-Gen: Lockenfell und keine Grannenhaare
S Scheckung: weiße Flecken und Tupfen
s Normalfell: keine Scheckung
T Mackerel und Spotted: gestreifte und getupfte (unterbrochene Streifen) Tabbyzeichnung
tb Classic oder Blotched: gestromte Tabbyzeichnung (Rädermuster)
Ta Abessinier-Tabbyzeichnung
W Dominantes Weiß: weißes Fell, blaue-, orange- oder oddeyed- Augenfarbe
Wh Drahthaar: welliges Haar mit drahtigem Aussehen
wh Normalfell


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Gen-Symbole

Aus Bequemlichkeit und zur Abkürzung werden die einzelnen Gene mit den Buchstaben des Alphabets bezeichnet. Ein Paar sich entsprechender Gene - die Allelen - teilen sich immer in denselben Buchstaben (normalerweise der Anfangsbuchstabe der Gen-Bezeichnung), wobei dominante Gene mit Großbuchstaben, rezessive Allelen mit kleinen Buchstaben gekennzeichnet werden.

Da jede Katze für jedes ihrer Merkmale ein bestimmtes Gen-Paar hat, das sich aus jeweils einem von jedem Elternteil ererbten Gen zusammensetzt, wird jedes Merkmal auch von zwei Buchstaben symbolisiert. Reinerbiges Schwarz wird durch das Symbol DD ausgedrückt, reinerbiges Blau durch dd. Katzen mit derartigen Rassemerkmalen werden als reinerbig oder homozygot bezeichnet, weil sie von jedem Elternteil ein Gen derselben Art ererbt haben. Eine schwarze Katze, die ein rezessives Blau trägt, wird als mischerbig oder heterozygot bezeichnet, weil sie verschiedenartige Gene von ihren beiden Eltern geerbt hat.

Nur durch Zuchtexperimente kann man ein heterozygotes Schwarz von einem homozygoten unterscheiden. Die Einführung der Gen-Symbole und ihr Vergleich untereinander erleichtert jedoch die Vorhersage, welcher Phänotyp aus einer bestimmten Verpaarung erwartet werden kann. Manchmal wird ein Genotyp in der Form D- geschrieben; damit wird dann ein Schwarz bezeichnet, bei dem unbekannt ist, ob es homozygot oder heterozygot auftritt. Der Strich kann sowohl D wie auch d bedeuten.

Die Gesamtheit der Gene, die ein Individuum von seinen Eltern erbt, wird Genotyp genannt. Die sichtbaren Körpermerkmale des Individuums werden unter dem Begriff Phänotyp zusammengefaßt. Der österreichische Mönch Gregor Mendel erkannte, daß zwei Lebewesen desselben Phänotyps - z.B. zwei schwarze Katzen - nicht notwendigerweise demselben Genotyp angehören müssen. Sie können unterschiedliche Gene tragen, die keinen sichtbaren Effekt auslösen, in künftigen Generationen aber wieder in Erscheinung treten. Nehmen wir beispielsweise an, eine Katze erhält das Gen für schwarze Fellfärbung von beiden Elternteilen; dann steht ihr Phänotyp nicht in Frage - die Katze wird schwarz werden. Ebenso wird ein Kätzchen, das von beiden Eltern die Gene für blaue Fellfärbung geerbt hat, seinerseits wiederum blau werden. Aber was passiert, wenn ein Elternteil aus einer reinerbig schwarzen, der andere aus einer reinerbig blauen Zuchtlinie kommt? Ist das Ergebnis dann ein Gemisch von blauen und schwarzen Flecken oder ein blaues fell mit schwarzem Untergrund? Nein! Die Jungen werden absolut schwarz aussehen. Obwohl sie sowohl Blau- als auch Schwarz-Gene erben, tritt nur die Schwarzfärbung hervor. Schwarz ist gegenüber Blau dominant; umgekehrterweise ist Blau gegenüber Schwarz rezessiv.

Quelle: Die Katze; Michael Wright und Sally Walters
die hat's aber sehr eilig ...

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Stand: 5.08.2003...