Katze und Hund spielen nachlaufen

Wissenswertes über Kartäuserkatzen

Von der Wildkatze über die Hauskatze zur Rassekatze

Wenn man bedenkt, daß die gewöhnliche Hauskatze, die erst vor etwa fünftausend Jahren domestiziert wurde, zu den jüngsten Haustieren des Menschen gehört, so kann man sich leicht vorstellen, wie jung die Geschichte der Rassekatze sein muß.
Andere Tiere wie Hunde und Pferde waren längst ständige Begleiter des Menschen, nur der Einzug der Katze fand erst statt, als die Menschen seßhaft wurden, ihre Zelte gegen Häuser tauschten und Vorratskammern anlegten.
Das Anlegen von Vorräten zog nämlich auch weniger erwünschte Haustiere wie Ratten und Mäuse ins Haus. Wie gut, daß ihnen schon bald die Katze folgte: Gewiß nicht aus dem Bedürfnis heraus, den Menschen nahe zu sein, sondern weil sich in der Nähe der Zweibeiner ein gedeckter Tisch bot. Die unwillkommenen Nager in den Speisekammern waren einen leichte Beute!
Wohl eher aus praktischen Gründen war die Katze den Menschen deshalb sehr willkommen und wurde mehr und mehr domestiziert. Ein Katzennarr würde aus heutiger Sicht wohl umgekehrt sagen: Die Katzen hatten sich entschlossen, uns Menschen zu dulden. Sie liessen uns bei sich wohnen.
Unsere vierbeinigen Lieblinge hatten es jedoch nicht leicht mit uns. Mal wurden sie aufgrund ihres unergründlichen Wesens als Göttinnen verehrt, mal als Dämoninnen verteufelt oder im Zuge der Hexenverfolgung sogar umgebracht.

Entstehun
gsgeschichte der Kartäuser

Um die Geschichte der Kartäuser-Katze ranken sich die verschiedensten Legenden. Ob es stimmt, daß sie schon vor Jahrhunderten von Karthäusermönchen in Frankreich gezüchtet wurde, die der Rattenplage Herr werden wollten, oder daß diese Katzen auf dem Handelswege als "blinde Passagiere" aus dem Fernen Osten importiert wurden, läßt sich nicht mehr sagen. Fest steht jedenfalls, daß in Frankreich eine kurzhaarige und robuste Katzenrasse unter den Namen "Chartreux" gezüchtet wurde und in England eine beinahe identische Rasse unter den Namen " Britisch Blue " beziehungsweise " Britisch Shorthair ".


Chartreux:

Der Name " Chat des Chartreux " für die Kartäuserkatze taucht in Frankreich bereits Anfang des 18. Jahrhunderts auf.
Auf der Insel Belle-Ile bemühten sich die Schwestern Leger in den zwanziger Jahren um den Erhalt der dort vorgefundenen blauen Katzen und züchteten diese unter dem Zwingernamen " De Guerveur ".
1935 gab es für die Chartreux in Frankreich den ersten Rassestandard. Die Zuchzbasis war jedoch nicht sehr groß, und um den Grad an Inzucht nicht zu überschreiten, konnten die vorhandenen Chartreux-Katzen bald nicht mehr miteinander gekreuzt werden.

Britisch Kurzhaar Blau (BKH oder BSH):

Aus England wurde deshalb neues Zuchtpotential geholt, und zwar die am nächsten verwandte Britisch Kurzhaar Blau, die es dort seit Ende des 19. Jahrhunderts gab. Mit ihrem runden Kopf und dem kompakten Körper kam sie dem gewünschten Rassestandard näher als die Chartreux. Der schlankere französische Typ, in den außer den Briten und Persern auch Russisch Blaue eingekreuzt wurden, war bald weniger gefragt.

Kartäuser:

Das Ursprungsland ist England. In Deutschland und in den Niederlanden waren die Züchter seit dem Ende des 2. Weltkriegs bemüht, den blauen britischen Typ zu vervollkommnen, sie machten diesen zu ihrer " Kartäuser ".
Sie profitierten durch Importe von dem in England vorhandenen ausgezeichneten Zuchtstandard. Ende der 60er Jahre gab es in Deutschland bereits hervorragende "Blaue ". Perserkatzen trugen zur Blutauffrischung und vor allem zur Typ-Verbesserung bei.

(Quelle: GU Tier- Ratgeber)

die hat's aber sehr eilig ...

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Stand: 1.11.2006